Es ist ja einfach unglaublich, auf welche Resonanz ein Benzinblog stößt. Auch unglaublich ist, womit die Leute kontern, der Puls der Zeit schreit förmlich nach einem Ketablog. Aber da werdet’s euch mal schön noch gedulden müssen. Eigentlich erwarte ich mir von meinen Lesern, denen ich vor zwei Tagen noch das Attribut intelligent ohne zu zögern verliehen habe, dass das Schnüffeln jeglicher Substanzen (die Raves in Brasilia gehen auf Aerosol-Patronen ab, hör ich grad) dann doch mit einem Lächeln und dem Verweis auf Jugenddummheiten und den Mangel an finanziellen Mitteln vor allem für verwöhnte Mir-is-so-fad-Konsumentenkinder von Großindustriellen in Westeuropa abgetan werden kann. Die virtuelle Realität schaut dann heute aber doch ganz anders aus und man zerreißt sich das Maul über Diesel und Biodiesel. Echt he, wie geht’s denn euch eigentlich? An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass das Anliegen dieses Blogs die Verbreitung des Phänomens von Contact High war, ist und sein wird. Ich würde also sehr bitten, die Einträge mit diesem Gedanken im Hinterköpfchen zu lesen. Die Conclusio war nämlich gestern die Hervorhebung des gesundheitlichen Aspekts der Contact High Geschichte und nicht die Sensationsbefriedigung von Knallköpfen, die sich drüber freuen, dass es noch ärgere Knallköpfe gibt, oder in diesem Fall gab, als ihr es selbst seid. Also: respect or fuck off as usual. Das Argument ich vernachlässige selbst den Kern der Sache in den Blogs kann ich nur teilweise gelten lassen, die Beschäftigung mit Contact High hat sehr direkt in den ersten Einträgen stattgefunden, mittlerweile solltet ihr in der Lage sein, das Phänomen der Neuronenspiegelung zwischen den Zeilen zu erkennen und in eurem verseuchten Leben anzuwenden. Vorausgesetzt ihr wollt das überhaupt… Das ich euch keine weiterführenden Links anbiete, lasse ich mir nicht nachsagen. In diesem Sinn: reißt’s euch ein, euer Max.
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Liebe LeserInnen
Thursday, March 12th, 2009…once we were warriors, now we are lost
Wednesday, March 11th, 2009
Als ich noch ein ganz kleiner Junge war und noch nicht den Mumm hatte meinen Eltern Geld zu stehlen um mir „echte“ Drogen zu kaufen, vertrieb ich mir meine Nachmittage und Wochenenden oftmals damit, mir eine Flasche PUNICA (ihr erinnert euch oder?) zu kaufen, sie am Weg zur nächsten Tankstelle teilweise trinkend, teilweise ausschüttend zu leeren. Bei der Tankstelle angekommen, bat ich den Tankwart um einen Liter 150er Mischung für mein kaputtes Moped, dem in der letzten Kurve der Sprit ausgegangen war. Anfangs musste ich diesen Liter nicht mal bezahlen.
Ausgestattet mit meiner Punicaflasche mit pissgelben flüssigen Inhalt und einem Plastiksackerl, das kein Loch haben durfte, machte ich mich auf den Weg zu einem meiner drei Schnüffelstammlplätze.
Einer kleinen Tiefgarage, einem kleinen Wald oder einer Unterführung, Manchmal nahm ich auch Freunde mit. Nachdem wir ungestört waren, uns bis aufs Unterleiberl ausgezogen hatten (Kleidung nimmt nämlich den Geruch von Benzin sehr schnell sehr intensiv auf), nahmen wir unsere Sackerl mit einem guten Schuss Benzin drin und begannen zu schnüffeln. Die Wirkung von Treibstoff ist rückwirkend betrachtet ziemlich schräg. Ich hatte immer das Gefühl, das große Rätsel, das Rätsel über dem die Welt seit ihren Kindheitstagen an grübelt, gleich zu lösen. Ich brauchte nur noch einmal einen ordentlichen Zug zu nehmen und ich würde sie haben, des Rätsels Lösung. Zusätzlich hörte ich immer die gleiche Melodie, begleitet von blaugelben blitz- und kugelblitzähnlichen Lichterscheinungen. Als ich auf einer meiner ersten Rage-against-the-Maschine-Tapes dann genau diese Melodie wiederfand hörte ich auf mit dem Scheiß. Das war mir dann echt zu spooky, zudem war die Qualität meiner schulischen Leistungen rapide gesunken und ich musste mir ernsthaft überlegen gesunder dicht zu werden…. Angesichts der Rohstufffinanzwirtschaftskrise heute eh keine Option mehr.
Contact High Faktor: mäßig. Der Gestank haut jeden um. Der Dröhnungspegel ist aber mit eigenem Schnüffeln nicht zu vergleichen.















