Vater-Tochter-Heroin

tidelandDrogenfilme gabs schon viele. Gute und ganz ganz viele schlechte. Hätten sie mir zu Beginn der Oberstufe „Fear and Loathing in Las Vegas“ gezeigt, hätte dies wohl seine abschreckende Wirkung getan. Schuld an meiner Beschäftigung mit Contact High ist eigentlich „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, davor hielt sich meine Begeisterung für Betäubungsmittel echt in Grenzen. Da dieser Film aber für die Altersgruppe 11-13 angesetzt wurde, (vielleicht ja immer noch wird, weil „Wir Kinder vom Praterstern“ ist ja noch nicht draußen) war die Faszination zu früh zu groß und ich musste mir was einfallen lassen, damit ich den nächsten Frühling finanziell und gesundheitlich noch erlebe. Neben dem zugeschissenen und vollgekotzten Fear-and-Loathing-Dreck, hat der wahnsinnige Terry Gilliam 2005 Regie im Filmdrama „Tideland“ geführt. Basierend auf einem Roman von Mitch Cullin wurde „Tideland“ am Toronto Film Festival erstmals vorgeführt. Nachdem ein Festival in München die kanadisch-britische Produktion auf die Leinwand lässt, kann in ganz Deutschland kein einziger Kinoverleih gefunden werden, weshalb ihn auch bei uns kein Schwein kennt. „Tideland“ wird erzählt aus der Perspektive einer 11-Jährigen, die nach der Überdosis ihrer Mutter mit ihrem heroinabhängigen Vater in dessen Elternhaus zurückkehrt. Dort setzt ihm die kleine Jeliza-Rose seinen letzten Schuß und Daddy kehrt nicht mehr aus seinen holidays zurück. Was die kleine Protagonistin dann erlebt, ist zweifelsohne ein endloses Contact High zum toten Vater, auf eine phantasieüberladene und verstörende Art und Weise. Aber mit Eichhörnchen ist diese Welt nicht so leer….

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